Ziel ist die Implementierung eines intelligenten Ladekonzepts. Iteratives Vorgehen und enge Kommunikation der Beteiligten, Interoperabilität der Systemkomponenten und die Einbindung erfahrener Partner spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Mit der Softwareanwendung MOBILEcharge ist CarMedialab seit 2019 an verschiedenen Projekten weltweit beteiligt, denn bei immer mehr Verkehrsunternehmen setzt sich die Erkenntnis durch, dass die flottenweite Steuerung dieser neuen Art des Betankens so komplex ist, dass die Unterstützung durch ein intelligentes Lademanagementsystem erforderlich ist.
Spielen Sie mit dem Gedanken, Ihre Busflotte auf Strom umzustellen?Lesen Sie mehr im Whitepaper:
Zukunftsfähiges Lademanagement dank VDV-Normen
Nutzer unseres Lademanagements MOBILEcharge profitieren von der Interoperabilität der Software, um viele Elektrobusse effizient zu laden. Aber was bedeutet das genau?
Interoperabilität bedeutet allgemein, dass ein System mit anderen Systemen zusammenarbeiten kann. Wenn die Schnittstellen des Systems offen sind, kann die Zusammenarbeit mit zwei oder mehr Programmen bzw. Systemen funktionieren. Somit können mehrere Systeme integriert werden, ohne Probleme beim Zugriff oder der Implementierung.
Interoperabilität ermöglicht Integration bestehender Systeme
Somit werden z.B. bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) auf vier Betriebshöfen mit über 100 Ladepunkten E-Busse sowie auch PKWs geladen. Für eine optimale Funktionsweise sorgen verschiedene Schnittstellen: VDV 463 zwischen Lademanagement und Depotmanagementsystem (DMS) beim Kunden und VDV 261 zur Kommunikation zwischen Lademanagement und Fahrzeug, um die Vorkonditionierung (Innenraum und Batterie werden rechtzeitig temperiert) zu steuern. Die Einhaltung dieser VDV-Normen ermöglicht einen hohen Grad an Interoperabilität. Auch GoRaleigh aus den USA steuert und überwacht die Ladeaktivitäten der E-Busse mit MOBILEcharge in Verbindung mit der Leitstelle. Änderungen können permanent vorgenommen werden, sodass immer kostensparend geladen werden kann.
Bequem E-Busse laden und überwachen
Durch unser Lademanagement MOBILEcharge können alle Ladevorgänge nicht nur primär gesteuert, sondern auch in Echtzeit überwacht werden. Durch Laden mit verringerter Stromstärke wird die Lebenszeit der Batterie erhöht und gleichzeitig der Gesamtbedarf an Energie niedriger.
Dein Ansprechpartner:
Maximilian Haag
Tel. +49.7251.7240.161
maximilian.haag@carmedialab.com
Steigende Benzinpreise
Wer hätte noch vor einem halben Jahr gedacht, wie stark unsere Benzinpreise durch eine große Krise mitten in Europa beeinflusst werden würden? Trotzdem ist es nun so weit gekommen. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sind die Benzinpreise rasant gestiegen und leider sieht es so aus, als ob auch der Rest der Welt von dem Krieg betroffen sein wird, der in unserem europäischen Hinterhof tobt. Da Russland einer der größten Energielieferanten ist, wenn es um Rohöl geht, sind die Preise im Vergleich zu den Benzinpreisen Anfang 2021 um satte 42 % gestiegen.
Verstärkte Nutzung des ÖPNV
Die steigenden Benzinpreise bedeuten aber auch, dass immer mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel wie den Bus zur Arbeit umsteigen. Die Benzinpreise werden auch in absehbarer Zukunft auf einem Allzeithoch bleiben, aber man kann seinen Benzinverbrauch im öffentlichen Verkehr mit unseren innovativen und kosteneffizienten Produkten reduzieren. Wir stellen vor: MOBILEefficiency. Das Fahrerassistenzsystem MOBILEefficiency von CarMedialab zeichnet den realen Kraftstoffverbrauch und die Fahrsituationen im Betrieb auf und erstellt automatisch Berichte. Diese Berichte liefern wertvolle Informationen zu Energiebedarf und Kraftstoffverbrauch auf Basis von Analysen und Erfahrungswerten. Indem der Fahrer in Echtzeit darüber informiert wird, wenn er zu stark bremst oder beschleunigt, wird eine energieeffizientere Fahrweise erreicht und gefördert. So hat beispielsweise York Region Transit in Toronto MOBILEefficiency im Dezember 2017 eingeführt und konnte bereits eine durchschnittliche Reduzierung der unsicheren und unwirtschaftlichen Fahrzeugnutzung um 50 % verzeichnen.
Darüber hinaus trägt MOBILEefficiency zum Schutz der Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln bei. Indem der Fahrer über eine unsichere Fahrweise informiert wird, können Maßnahmen ergriffen werden, um diese zu korrigieren. Warnungen erscheinen, wenn der Fahrer plötzliche Lenkbewegungen ausführt oder die Bremse zu stark betätigt. Das Fahrverhalten verbessert sich, was zu zufriedenen Fahrgästen führt, die sicher sein können, dass sie auf sichere Weise von A nach B befördert werden. Lange Leerlaufzeiten werden erkannt, was den Fahrer dazu veranlasst, den Motor abzustellen und so eine Verschwendung von Ressourcen zu vermeiden. So kann man sicher sein, dass man die Umwelt schützt, indem man sicherstellt, dass nicht zu viel wertvolle Energie verbraucht wird.
Ressourcen schonen
MOBILEefficiency hilft, die Kraftstoffkosten zu senken. Auch wenn man bereits Elektrofahrzeuge für den öffentlichen Nahverkehr nutzt, kann man dennoch von MOBILEefficiency profitieren, da man seine Reichweite erhöhen kannst. Man kann sogar seinen Energieverbrauch spezifisch nach Fahrzeug, Strecke, Fahrer und sogar Tageszeit einsehen. Die Daten unseres Fahrerassistenzsystems kann man auch nutzen, um Trainingsprogramme für Fahrer zu erstellen, um deren Fahrstil generell zu verbessern. Nutze MOBILEefficiency, um Energieverbrauch, Energieemissionen und Kosten effektiv zu senken.
Jeder Bus reduziert CO2-Ausstoß um 135 Tonnen jährlich
Die Stadt Champaign-Urbana (USA) nutzt die CarMedialab-Software MOBILEvhm und MOBILEefficiency in 16 Bussen in den USA. Vierzehn davon sind E-Busse, zwei davon werden mit Wasserstoff betrieben. Ort des Geschehens ist eine Universitätsstadt mit etwa 88.000 Einwohnern im Bundesstaat Illinois, südlich von Chicago.
Komplett emissionsfrei!Mass Transit District ist die erste Verkehrsgesellschaft des Landes mit zu 100 % nachhaltigen Wasserstoffbussen
Das Besondere an dem Projekt in Champaign-Urbana ist, dass diese Stadt zu einer der seltenen Orte mit emissionsfreier Wasserstoffgewinnung zählt: Anstatt den Wasserstoff aus der Förderung von Erdgas und damit der Freisetzung von Treibhausgasen zu gewinnen, wird ein Elektrolyseur eingesetzt. Dieses Gerät spaltet Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff – mit der Hilfe von Solarenergie.
“Das Champaign-Urbana Mass Transit District ist mit Sicherheit ein Vorreiter, denn dieses System stößt nur Wasserdampf statt Treibhausgase aus, und das ist im Kampf gegen den Klimawandel wegweisend”, so Nuria Fernandez, Leiterin der Federal Transit Administration. Wer sich für die Vorteile von E-Bussen interessiert, kann gerne in unserem letzten Blogbeitrag vorbeischauen.
Für eine umweltfreundliche Zukunft im ÖPNV – mit grünem Beispiel voran!
Kennt du das auch? Du fährst mit deinem Fahrrad zur Arbeit, Schule oder Uni und plötzlich merkst Du am Gestank: Neben dir hält ein Dieselbus.
Lärm- und Geruchsbelastungen sind an der Tagesordnung. Viele Länder gehen mit gutem Beispiel voran: So fährt in China dank Subventionen der größte Anteil aller Elektrobusse weltweit und Salzburg setzt auf den Zero-Emission OBUS, kurz für „Oberleitungsbus“. Deutschland kann beispielsweise die VHH in Hamburg oder die LVB in Leipzig vorweisen. Mittlerweile sollte sich jeder Verkehrsbetrieb langfristig für eine Umstellung auf elektrische Busse entscheiden, denn dieser Prozess braucht Zeit. Also: Wer bis 2030 einen geräumscharmen sowie klimaneutralen Nahverkehr möchte, der sollte jetzt loslegen!
Welche Kosten bringt ein E-Bus mit sich?
Der Kaufpreis für einen E-Bus ist zwar höher als bei einem konventionellen Dieselbus, dennoch gibt es viele Vorteile. Das Förderprogramm des Bundesumweltministeriums trägt bis zu 80 Prozent der Mehrkosten, die gegenüber einem Dieselbus entstehen und auch bis zu 40 Prozent der Kosten, die für die Inbetriebnahme notwendig sind, wie beispielsweise Schulungen der Fahrer. Wie bei Elektroautos amortisieren sich die höheren Kosten für die Investition durch geringere Ausgaben im Betrieb sowie für Wartungen.
Warum sind E-Busse so effizient?
Im „Stop and Go-Betrieb“ der Busse im ÖPNV werden sowohl Energie als auch Bremsen geschont. Das funktioniert dank eines sofortigen vollen Drehmoments, den ein Verbrennungsmotor so nicht aufweisen kann. Zusätzlich kehrt ein Teil der Energie beim Bremsen in die Batterien zurück. Unter Fachleuten heißt dies „Rekuperation“.
Wie funktionieren Fahren und Laden bei einem E-Bus?
E-Busse fahren wie ganz normale Dieselbusse mit Automatikgetriebe. Sie weisen mittlerweile einige hundert Kilometer Reichweite auf – also eine echte Option für den ÖPNV.
Entweder der Fahrer hält an einer Ladestation und verbindet den Bus mit dem Ladekabel oder er lädt kabellos, wobei zweiteres zunehmend der Fall ist. Somit muss der Fahrer nicht einmal aussteigen – sehr komfortabel also. Außerdem gibt es verschiedene Konzepte für eine flexible Anwendung: Laden über Nacht im Depot, Zwischenladen an Haltestellen oder Mischformen. Hier kommt auch der Unterschied zum Dieselbus: Es muss öfter nachgetankt und das Laden intelligent organisiert werden.
Die Software von CarMedialab steht genau dafür bereit. MOBILEcharge ermöglicht intelligentes Laden.